Die Richard-Siegmann-Stiftung

 

Die Richard-Siegmann-Stiftung versteht sich als Verstärker für Rostocks bürgerschaftliches Potenzial. Einmal im Jahr verleiht sie die mit 3.000 € dotierte Siegmann-Medaille. Meistens kann sie auch weitere Preise vergeben. Sie würdigt damit diejenigen, die sich jenseits eingefahrener Gleise um das Gemeinwesen verdient machen. Im Sinne von Richard Siegmann unterstützt die Stiftung Persönlichkeiten, Ideen und Vorhaben, die Rostocks Zukunft voranbringen. Dafür lobt sie jedes Jahr ein neues, aktuelles Thema aus. Das Stiftungskapital von 125.000 € brachte die Rostocker Straßenbahn AG ein. 

 

Termine

Auslobung des Preises

 

Unter dem Motto »Wir schaffen das gemeinsam» würdigt die Richard-Siegmann-Stiftung im Jahr 2016 besonderes Engagement in der Hilfe für Geflüchtete. 

 

Podiumsdiskussion

 

Am 14. Juni 2016 lädt die Stiftung um 18:00 Uhr zu einer öffentlichen Podiumsdiskussion zu ihrem Jahresthema ins Max-Samuel-Haus ein.

Impulsvortrag: Prof. Wolfgang Nieke 

 

Podium:

  • Ulrike Wanitschke (Rostock Hilft und Ökohaus e.V.)
  • Lakman Amouni (Busfahrer mit syrischer Herkunft)
  • Susanne Michalek (Hotel- und Wirtschaftsschule)
  • Prof. Dr. Wolfgang Nieke (Universität Rostock)
  • Steffen Bockhahn (Senator für Jugend, Soziales, Gesundheit, Schule und Sport der Hansestadt Rostock)

 Moderator: Michael Fengler 

 

Bewerbungsschluss

 

Bewerbungen und Vorschläge können bis 30. September 2016 bei der Stiftung eingereicht werden. Bitte beachten Sie die Bedingungen. 

 

Preisverleihung

 

Die Preisverleihung findet am 17. November 2016 um 18:00 Uhr im Max-Samuel-Haus statt. 

 

Themen

Wir schaffen das gemeinsam

 

2016 widmet sich die Richard-Siegmann-Stiftung der Hilfe für Geflüchtete.

Die nackte Angst ums Überleben, unsägliches Elend und gezielte Vertreibung – sie führten Menschen in großer Zahl auch in unsere Stadt. Unkompliziert und engagiert gewährten viele Freiwillige, Organisationen und Firmen sowie die Kommune 2015 rund 35.000 Menschen auf ihrem Weg nach Schweden elementare Hilfe. Rund 1.200 Geflüchtete fanden für längere Zeit bei uns Aufnahme.

Rostock hat die logistischen, vor allem aber die menschlichen Herausforderungen weit besser bewältigt als vergleichbare Kommunen. Die Stadtgesellschaft reagierte verantwortungsbewusst und solidarisch. 1992 war das noch anders.

Wie wichtig die Aufnahme Hilfsbedürftiger ist, wissen ältere Rostocker noch aus eigener Erfahrung. Viele Menschen fanden nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs an der Warnow eine neue Heimat. Und auch zwei Kinder von Richard Siegmann konnten den Holocaust nur überleben, weil ihnen die USA Asyl gewährten.

In diesem Jahr könnten bis zu 3.500 Schutzbedürftige nach Rostock kommen. Ihr Willkommen, ihre Aufnahme wird nicht leicht sein.

Die Stiftung will deshalb vorbildliches Engagement in der Geflüchtetenhilfe auszeichnen. Sie will eine Diskussion darüber anregen, WIE wir die Erstaufnahme und die Willkommenskultur gut schaffen können. 

 

Bedingungen für Bewerbungen und Vorschläge

 

Die Richard-Siegmann-Medaille ist mit 3.000 € dotiert. Erwartet werden weitere Förderpreise.

Um die Preise können sich Organisationen, Netzwerke, Unternehmen und Initiativen bewerben. Vorschläge durch Dritte werden gleichwertig behandelt. Einzelpersonen können nur auf Empfehlungen ausgezeichnet werden. Die Stiftung behält sich eigene Nominierungen vor.

Über die Vergabe der Preise entscheidet das Kuratorium der Stiftung. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Ausgezeichnet wird überdurchschnittliches Engagement oder eine herausragende Idee im Sinne des Jahresthemas. Neben realisierten Projekten können auch Ideen und Konzepte eingereicht werden, deren Umsetzung noch geplant oder nicht abgeschlossen ist.

Sie sollten die Preiswürdigkeit auf maximal zwei Seiten prägnant zusammenfassen. Vertiefende Anlagen sind willkommen.

Bewerbungen und Vorschläge sind bis 30. September 2016 formlos per Post oder E-Mail an die Stiftung zu richten. Sie erhalten umgehend eine Eingangsbestätigung.

Richard-Siegmann Stiftung
c/o Rostocker Straßenbahn AG
Hamburger Straße 115
18069 Rostock

post@remove-this.siegmann-stiftung.de 

 

Preisträger

Mutig, ideenreich und engagiert

 

Jugendarbeit, Kultur, Wissenschaft, Familienfreundlichkeit, Inklusion, Integration – das sind nur einige der Themen, zu denen die Stiftung bereits Preise vergeben hat. Es ist der Ehrgeiz von Vorstand und Kuratorium, ein jeweils aktuell wichtiges Thema der Stadtgesellschaft aufzugreifen, zu diskutieren und mit frischen Impulsen zu versorgen. Viele Menschen und Projekte konnten wir unterstützen, bestärken, vernetzen. 

 

2015

Jahresthema »Anderssein ist normal«

 

Manche Menschen werden mit einer Behinderung geboren. Andere müssen nach Krankheit oder Unfall mit Einschränkungen leben. Jedem kann das passieren. Wenn alle Menschen – mit oder ohne Behinderung – überall dabei sein können, in der Schule, am Arbeitsplatz, im Wohnviertel, in der Freizeit, dann ist das gelungene Inklusion.

In einer inklusiven Gesellschaft ist es normal, verschieden zu sein. Jeder ist willkommen. Das ist nicht nur ein Menschenrecht. Das ist auch ein Vorteil für alle. Denn nur eine pluralistische, differenzierte, solidarische Kommune ist dauerhaft eine starke Kommune. Eine Gemeinschaft, die ihre Unterschiede produktiv macht, ist eine reiche, eine stabile, eine attraktive Gemeinschaft.

Selbstverständlich ist Inklusion nicht nur für Menschen mit Behinderungen ein Thema. Es ist für alle Menschen wichtig, die noch nicht gleichberechtigt an allen Bereichen der Gesellschaft teilhaben können, etwa aufgrund ihres Alters, ihrer Hautfarbe, Herkunft oder ihrer Geschlechtsidentität. Die Siegmann-Stiftung fördert in diesem Jahr jedoch schwerpunktmäßig eine positive Entwicklung für Behinderte.

Wie beseitigen wir bauliche Hürden und die Hürden in unseren Köpfen? Wie können wir den Umgang mit unserer Andersartigkeit lernen? Wie können wir daraus Nutzen ziehen? Die Stiftung sucht Aktionen, die uns bewusst machen, wie vorteilhaft unsere Individualität ist; Ideen die dazu beitragen, Getrenntes wieder zu vereinen; Vorhaben, bei denen Menschen mit und ohne Behinderung ganz selbstverständlich zusammen leben, lernen, wohnen und arbeiten. 

 
Die Preisträger 2015. Foto: Kloock
Die Preisträger 2015. Foto: Kloock

Preise & Preisträger

 

Die Richard-Siegmann-Medaille 2015 erhält die Evangelische Stiftung Michaelshof. Gewürdigt wird der Einsatz für das gleichberechtigte Sein eines jeden Menschen. Seit 1992 betreibt die Stiftung eine Förderschule für geistig behinderte Kinder. Hinzugekommen sind eine Grundschule, ein Hort und zuletzt im August 2015 ein integrativer Kindergarten. In allen Einrichtungen können die Kinder ihre unterschiedlichen Persönlichkeiten entfalten und sich respektvoll begegnen.

»Gelebte Inklusion im Alltag kann funktionieren: Mit all seinen Einrichtungen ist der Michaelshof ein positives Beispiel und Vorbild für das gelungene Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderung. Die intensive Weiterbildung der eingesetzten Pädagogen, der Austausch mit den Eltern und die Suche nach immer neuen Lernansätzen: Der inklusive Gedanke wird hier bewusst gelebt und mit viel Erfolg praktiziert. Dieses Engagement verdient höchste Anerkennung«, betonte Dr. Viola von Oeynhausen, Vorsitzende des Kuratoriums der Richard-Siegmann-Stiftung, bei der Preisverleihung.

Einen Förderpreis erhielt das Inklusive Landestheaterfestival der Fantasia AG. »Diese gemeinsamen künstlerischen Aktivitäten finden an wechselnden Austragungsorten statt. Die so initiierten positiven Begegnungen richten sich nicht nur an Kinder und Jugendliche mit und ohne Behinderung, sondern auch an alle Akteure des Schulsystems«, heißt es in der Begründung.

Den zweiten Förderpreis erhielt das Einzelhandelsunternehmen GLOBUS. Hier  sei Inklusion seit mehreren Jahren gelebte Praxis, so das Kuratorium. Mitarbeiter und Auszubildende, die eine Förderung benötigen, werden individuell unterstützt. Aber auch Kunden mit Handicap können sich freuen, denn das Zurechtfinden im Warenhaus ist barrierefrei gestaltet. 

Großer Bahnhof für die Preisträger 2015. Foto: Kloock
Großer Bahnhof für die Preisträger 2015. Foto: Kloock

Preisverleihung

 

Die feierliche Preisverleihung fand am 26. November 2015 in der Straßenbahnmittelhalle der RSAG statt. Die Festrede hielt Mathias Brodkorb, Minister für Bildung, Wissenschaft und Kultur Mecklenburg-Vorpommern. 

Weitere Bewerbungen / Vorschläge

 

Es gab 12 weitere Bewerbungen. 

 
Rege Diskussion zu Rostocks Herausforderungen bei der  Inklusion. Foto: Kloock
Rege Diskussion zu Rostocks Herausforderungen bei der Inklusion. Foto: Kloock

Podiumsdiskussion

 

Die Podiumsdiskussion fand am 7. Juli 2015 auf Einladung von Rektor Prof. Schareck in der Aula der Universität Rostock statt. Das Impulsreferat hielt Prof. Dr. Katja Koch (Geschäftsführende Direktorin des Instituts für Sonderpädagogische Entwicklungsförderung und Rehabilitation an der Universität Rostock). 

2005 - 2014

 

Über die früheren Preisträger schreiben wir demnächst. 

 

Stiftung

Stiftungszweck

 

Rückenwind für Zugpferde

Eine Kommune, die stets auf der Höhe der Zeit ist, die alle Wandlungen meistert und sich behauptet - eine starke und stabile Gemeinde braucht kluge Köpfe und tatkräftige Bürger. Hauptanliegen der Richard-Siegmann-Stiftung ist es daher, Engagierte und Querdenker zu beflügeln. Mit der gleichnamigen Medaille würdigt sie herausragende Leistungen für die Hansestadt Rostock. Dies können Leistungen auf wirtschaftlichem, wissenschaftlichem, sozialem oder kulturellem Gebiet sein. Aber auch demokratisches Engagement gilt es zu fördern.

Die Richard-Siegmann-Stiftung will Menschen mit durchaus ungewöhnlichen Ideen Mut machen. Sie will ihnen Aufmerksamkeit verschaffen, Türen öffnen und ein Stück des Weges ebnen. Durch die Würdigung vorbildlicher Projekte will das Gremium zugleich weitere Bürger anstiften, sich einzubringen, Verantwortung zu übernehmen, Visionen zu entwickeln und bei der Umsetzung mitzuwirken.

Mit der Medaille und der öffentlichen Debatte darüber will die Stiftung letztlich den Gemeinsinn der Bürger und das Selbstbewusstsein der Stadt befördern, wie bereits die Hanse sie praktizierte. Sie will zu einer weltoffenen und demokratischen kommunalen Kultur beitragen, wie Richard Siegmann sie lebte.

Die Medaille soll dazu beitragen, dass uns die herausragenden Leistungen von Richard Siegmann ebenso wie sein furchtbares Ende in Erinnerung bleiben.

Satzung als PDF 

 
Ein wiederentdecktes Bild von Richard Siegmann (Bildmitte).
Ein wiederentdecktes Bild von Richard Siegmann (Bildmitte).

Namensgeber

 

Vordenker und Schrittmacher

Richard Siegmann kam in den letzten Tagen des 19. Jahrhunderts von Berlin nach Rostock. Über drei Jahrzehnte prägte er das wirtschaftliche, politische und kulturelle Leben der aufstrebenden Hansestadt.

26jährig übernahm der Sohn aus großbürgerlichem Haus die Leitung der Rostocker Straßenbahn AG. Von Anfang an betrieb er ihren energischen Ausbau. Mit der Erweiterung und Elektrifizierung des Streckennetzes legte er den Grundstein für ein zeitgemäßes Verkehrsnetz. Mit seinen bahnbrechenden Vorhaben verlieh er zugleich der gesamten Stadtentwicklung entscheidende Impulse. Damit trug er nicht zuletzt zu Rostocks Aufstieg zu einem führenden Industrie-Standort Norddeutschlands bei.

Bald ging das Wirken von Richard Siegmann weit über das kundenorientierte Verkehrsunternehmen hinaus. Mit Pioniergeist und Tatkraft gründete er den Rostocker -- und kurz darauf den Mecklenburgischen Fremdenverkehrs-Verein sowie die Arbeitsgemeinschaft der Fremdenverkehrs-Vereine der Ostseebäder. Mit innovativen Ideen warb er für den Tourismus und für seine Wahlheimat. Zum Beispiel mit dem so genannten Reutergeld.

Als geachtetes Mitglied der Rostocker Stadtvertretung und der Rostocker Kaufmannschaft sowie der Vorstände des Kommunalvereins, des Konzertvereins, des Tierschutzvereins, der Aero-Clubs und der Rostocker Singakademie engagierte er sich allumfassend für eine gedeihliche Entwicklung seiner Kommune. Auch in mehreren jüdischen Gremien bekleidete Richard Siegmann hohe Ämter.

Dass Richard Siegmann Jude war, spielte bis 1933 keine Rolle. Dann zwang man ihn jedoch, alle seine Ämter aufzugeben und die Straßenbahn AG zu verlassen. Richard Siegmann fühlte sich Zeit seines Lebens als Deutscher und konnte sich daher nicht zur rettenden Emigration entschließen. Er wurde enteignet und deportiert. 1943 verhungerten Richard Siegmann und seine Frau im Konzentrationslager Theresienstadt. Ihre jüngste Tochter Heidi wurde in Auschwitz ermordet. Zwei Kinder konnten nach Amerika fliehen.

Zum Plan der Nationalsozialisten gehörte auch, das Wirken des einst so anerkannten Bürgers aus dem Gedächtnis der Stadt zu tilgen. Im Stadtarchiv gelang ihnen das gründlich. Kein Bild und kaum eine Urkunde fanden sich dort. Die Rostocker Straßenbahn AG begann deshalb Anfang der 1990er Jahre mit Nachforschungen. Später startete auch die Richard-Siegmann-Stiftung einen Aufruf zur Mithilfe. Zahlreiche Privatpersonen sowie mehrere Vereine folgten dem und stellten Fotos, Dokumente und Erinnerungen zur Verfügung. Auch die Rostocker Historiker Frank Schröder und Dr. Jan-Peter Schulze beschäftigten sich in wissenschaftlichen Arbeiten mit dem Namensgeber der Stiftung. Sie förderten weitere Spuren in Berlin und Rostock zu Tage, sprachen mit Zeitzeugen und studierten zahlreiche Akten. Ihre Forschungsergebnisse lassen ahnen, wie groß das Leben von Richard Siegmann und wie grausam sein Ende war.

Bereits 1992 benannte die Stadt Rostock eine Straße nach Richard Siegmann. Zu der Zeremonie war auch seine 89-jährige Tochter Melanie Litten aus den USA angereist. Seit 2002 erinnert ein Stolperstein vor dem Rostocker Rathaus an den großen Sohn der Stadt und sein tragisches Schicksal.

Mehr in einer Publikation von Jan-Peter Schulze: Richard Siegmann ...aber wir waren Deutsche. Rostock, Redieck & Schade, 2011 

Die Preisverleihungen sind der Höhepunkt des Stiftungslebens. Foto: Kloock
Die Preisverleihungen sind der Höhepunkt des Stiftungslebens. Foto: Kloock

Stiftungsleben

 

Ehrenamtliche wählen Thema und Sieger 

Die Geschäfte der Stiftung führt der dreiköpfige Vorstand. Über Grundsätze, Jahresthema und Preisvergabe entscheidet das Kuratorium.

Die Gremien treffen sich jeweils im Frühjahr und verabschieden ein aktuelles Thema. Mit der Auslobung definieren sie auch die Bedingungen für die Bewerbung um die Siegmann-Medaille. Nach der Bekanntmachung lädt die Stiftung zu einer öffentlichen  Podiumsdiskussion zum Jahresthema ein. Mit Experten und Betroffenen mischt sie sich in laufende Debatten ein und macht sich vor der Preisvergabe zugleich selber kundig.

Die Bewerbungen prüft zunächst der Vorstand auf formelle Erfüllung der Auslobung. Über die Preisvergabe entscheidet das Kuratorium im Herbst. Die Verleihung der Preise findet in feierlichem Rahmen im Winter statt. Eingeladen sind neben Vertretern aus der Stadtgesellschaft selbstverständlich die aktuellen Bewerber und frühere Preisträger. Nach einem Festvortrag werden die ausgezeichneten Ideen, Projekte und/oder Persönlichkeiten vorgestellt. Die Preisträger haben Gelegenheit zu einem Statement.

Themen, Bedingungen, Termine, Preisträger und (zum Teil auch Bewerber) werden auf der Website der Stiftung aktuell veröffentlicht. 

Gremien

 

Kuratorium

Dr. Viola von Oeynhausen - Vorsitzende

Michael Schroeder - stellv. Vorsitzender

Jan Baginski

Ulrike Becker

Dr. Klaus Blaudzun

Thomas Böhm

Axel Erdmann

Uta Jahnke

Dietmar Karl

Manfred Müller-Fahrenholz

Juri Rosov

Hajo Graf Vitzthum von Eckstaedt

Alrik Zech 

 
Beliebte Denkwerkstatt – die Hallen der Straßenbahn AG. Foto: Kloock
Beliebte Denkwerkstatt – die Hallen der Straßenbahn AG. Foto: Kloock

Vorstand

 

Jochen Bruhn (Vorsitzender)

Yvette Hartmann (1. Stellvertreterin)

Andrea Krönert (2. Stellvertreterin)

 

Die Mitglieder beider Gremien arbeiten ehrenamtlich und erhalten dafür keine Zuwendungen. 

Finanzen

 

Spender und Zustifter willkommen

Die Stiftung besitzt ein Grundvermögen von 125.000 Euro. Es bleibt ungeschmälert erhalten. Die Preisgelder und die Verwaltungskosten werden lediglich aus den Zinsen dieses Vermögens bestritten und aus Spenden.

Neben der Medaille und dem Preisgeld von 3.000 € konnte die Stiftung in den letzten Jahren regelmäßig Förderpreise mit einer Dotierung von 500 € vergeben. Die Preise wurden von Unternehmen der Stadt gestiftet.

Weitere Förderer und Mitstreiter sind jederzeit willkommen. Zustiftungen zum Grundvermögen und Spenden für die aktuelle Arbeit sind von der Steuer absetzbar, da die Stiftung vom Finanzamt als gemeinnützige Einrichtung anerkannt wurde.  

 

Medaille

 

Silberstück vereint Tradition und Zukunft

Jede Medaille hat zwei Seiten - auch die Richard-Siegmann-Medaille: Eine blickt zurück und beruft sich auf Rostocks Tradition. Die andere schaut voraus und widmet sich der Zukunft. Und so steht unser schweres Silberstück einerseits für eine bewegende historische Persönlichkeit, die Rostocks Entwicklung bis in unsere Tage prägt.

Und es steht andererseits für Menschen, die sich heute um nachhaltige Perspektiven für unsere Stadt verdient machen.

Die Vorderseite zeigt in moderner Formsprache sieben Balken, die an die typischen hanseatischen Treppengibel erinnern und natürlich an die in Rostock fest verankerte Zahl sieben. Die Umschrift lautet »Richard Siegmann (1872-1943) Vorstand der Rostocker Straßenbahn AG«

Die Rückseite trägt die Umschrift »In Anerkennung herausragender Leistungen für die Hansestadt Rostock«. In der Mitte schreitet – eingefasst von einem Kreis aus aneinander gereihten Kugeln – der Greif. Das Fabelwesen aus Adler und Löwe ziert das Rostocker Wappen bereits seit dem Mittelalter. Eine dreistellige Nummer weist auf die Prägeserie hin.

Die Medaille aus 999,9er Silber hat einen Durchmesser von 40 Millimeter und eine Stärke von 4 Millimeter. Sie wiegt etwa 40 Gramm. Gestaltet wurde die Münze von der Rostocker Werbeagentur WERK3. Dabei stand ihr das Kulturhistorische Museum im Kloster zum Heiligen Kreuz beratend zur Seite. Das Museum erhielt eine Medaille zu ihrer großen Münzsammlung. 

 

Medaille als TIFF zum Download  

Medaille seit 2005 verliehen

 

Die Richard-Siegmann-Stiftung wurde am 10. November 2004 als private Stiftung bürgerlichen Rechts in der Hansestadt Rostock gegründet. Das Grundvermögen von 125.000 Euro stiftete die Rostocker Straßenbahn AG. Die erste Medaille wurde 2005 verliehen.

Anstoß zur Gründung gab die 100-Jahr-Feier zur Elektrifizierung der Rostocker Straßenbahn im Jahr 2004. Sie warf ein Schlaglicht auf eines der zukunftsweisenden und nachhaltigen Stadtentwicklungsprojekte von Richard Siegmann.

Zu den maßgeblichen Initiatoren der Stiftung gehört Hajo Graf Vitzthum von Eckstaedt. Er war von 1995 – 2006 technischer Vorstand der Rostocker Straßenbahn AG und Gründungvorsitzender des Stiftungskuratoriums (2004 – 2014). Auch Jochen Bruhn ist von Anfang an Mitglied der Stiftung. Er war von 1990 – 2015  kaufmännischer Vorstand der Rostocker Straßenbahn AG und ist seit 2014 Vorsitzender des Stiftungsvorstandes. Das Kuratorium leitet seither Dr. Viola von Oeynhausen. Die Physikerin forscht und lehrt an der Universität Rostock. Seit Jahren engagiert sie sich für den hiesigen Wissenschaftsstandort.